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30. Juni 2002
- Der letzte Schultag in Heimburg -

 

Der Schulneubau Anfang der 60er Jahre fand in einer historische besonderen Situation statt. Daß unser Ort die Bedingungen für einen gesicherten Schulstandort auch in der Zukunft erfüllen kann, ist unwahrscheinlich. Nur Städte mit bestimmten, zentralisierten Funktionen werden künftig als Grund- und Mittelzentrum auch Schulstandorte sein.

Die Polytechnische Oberschule "Juri Gagarin", später Sekundarschule ohne Namen, hat das Leben im Dorf wesentlich geprägt. Unsere Schule war nicht nur Arbeitsstelle, sondern kulturelles Zentrum, Hauptbeschäftigung für viele Schülergenerationen, das "Top-Thema" beim familiären Abendbrot.

Die Eltern haben den Neubau 1961 miterlebt und bei freiwillen Aufbaustunden ein Stück Zukunft im Sinne des Wortes "selbst in die Hand genommen". Für sie sind diese Zeiträume noch kürzer, der Verlust noch schwieriger zu verstehen.

Was soll werden?

Das Schicksal leerer Schulgebäude können wir in Nachbargemeinden beobachten. Ein Angebot zur Nutzung durch eine Sonderschule scheiterte am Pachtvertrag. Andere Nachnutzer zu finden ist schwierig. In dieser Situation nützen nur qualifizierte Ideen, weder Spekulationen noch "klugen Ratschläge". Eine Idee ist fortgeschritten: Wie wäre es mit einem Wohngebiet "Am Schulgarten"! Natürlich ist ein solcher Schritt unumkehrbar, aber immerhin ist es eine Perspektive!

Die Entscheidung um die Zukunft der Schule ist sicherlich eine der schwierigsten, die ein Heimburger Gemeinderat treffen mußte. Auch weiterhin sind gute Ideen gefragt, aber auch Verständnis und die ehrliche Diskussion um eine praktikable Lösung. Doch unsere Schule darf nicht "sang- und klanglos" untergehen. Die Chronik der Heimburger Schule sollte ein Bestandteil der Ortchronik werden. Jeder Beitrag ist willkommen, der dieses Stück Geschichte lebendig erhalten kann.

Die bleiverglasten Fenster in den Treppenhäusern zeigen die Vorharzlandschaft in Motiven aus Bergbau und Natur.

Dargestellt sind die historischen Hüttenwerke mit Seilbahn zur Erzbeförderung (rechts), der Regenstein, die Rübeländer Höhlen und Heimburg mit Segelflugplatz (links).